Statt vorbereiteter Reden gab’s Glühwein, statt Timer gab’s eisige Finger – und statt geschützter Bühne jede Menge echte, unverblümte Begegnungen mit Weihnachtsmarktbesucher*innen.
Normalerweise stehen wir auf unserer sicheren Toastmasters-Bühne: warm, wertschätzend, voller konstruktivem Feedback.
Draußen auf dem Weihnachtsmarkt ist das anders: Die Bühne ist rutschig, das Publikum in Bewegung – und Feedback kommt manchmal in Form eines Kopfschüttelns oder eben eines legendären „Nein, danke“.
Wir wollten den Weihnachtsmarktbesuch nicht nur für interessante Gespräche unter uns Klubmitgliedern nutzen, sondern auch, um ein bisschen Werbung für unseren Klub zu machen. Diejenigen von uns, die ihre Komfortzone mal verlassen wollten, hatten die mutige Aufgabe, Weihnachtsmarktbesucher*innen von Selbstredend! zu erzählen. Und während wir den Menschen darüber berichtet haben, wie man bei uns spielerisch das Reden vor Publikum übt, haben wir selbst geübt – ohne es zu merken.
„Ich habe großen Respekt vor Kaltakquise, aber ich wollte unbedingt meine Komfortzone verlassen und deswegen habe ich es gemacht. Fremde Menschen anzusprechen ist für mich eine sehr große Herausforderung, da ich introvertiert bin.“
– Boyko
„Toastmasters hat mir geholfen, auf fremde Menschen ganz natürlich zuzugehen und spontane Momente zu nutzen, um ihnen offen und ehrlich zu begegnen. Mit Authentizität, einer klaren Botschaft und einer Prise Humor gewinnt man nicht nur ihre Aufmerksamkeit, sondern öffnet oft auch den Zugang zu ihrer Welt.“
– André
Spaß hatten wir trotzdem. Oder gerade deswegen.
Ob’s an der frischen Luft lag oder am Glühwein – wir hatten jede Menge Spaß. Und ein paar wirklich spannende Gespräche. Mit Leuten, die neugierig waren. Mit Leuten, die überrascht waren, dass es so etwas wie Toastmasters in Münster gibt. Und mit Leuten, die einfach nur wissen wollten, welcher Glühweinstand der beste ist.
Alles in allem: ein gelungener Abend, ein bisschen Training und definitiv eine Aktion, die wir wiederholen werden.

