Krea­ti­vi­tät und Kom­mu­ni­ka­ti­on – Ein Inter­view mit Boy­ko Kush­ti­l­ov

21. Dezember 2025

Boyko ist nicht nur erfinderisch und technisch versiert, sondern bringt auch eine ganz persönliche Geschichte mit: Ursprünglich aus Bulgarien kommend, hat er den Weg in einen deutschen Rhetorik-Club gefunden. In diesem Gespräch erzählt Boyko, wie Erfindergeist und Kommunikation zusammenhängen, was ihn motiviert und welche spannenden Pläne er für 2026 hat.

Geschrieben von Robin

am 21. Dezember 2025

Lie­ber Boy­ko, vor eini­gen Tagen wur­de ein Bei­trag in der WDR-Lokal­zeit ver­öf­fent­licht – mit Dir als Prot­ago­nist. Dort hast Du bei Dei­nem Unter­neh­men einen sehr guten Bei­trag über Inno­va­ti­on und Paten­te gemacht und vie­le Inter­views gege­ben. Dan­ke noch­mal für die­sen wun­der­vol­len Bei­trag!

Ich wür­de ger­ne von Dir wis­sen: Wie viel von die­sem Erfin­der­geist, der in Dir steckt, nimmst Du mit auf die Büh­ne bei Selbst­re­dend Müns­ter Toast­mas­ters?

Ich habe das selbst bemerkt: Wenn ich mir Din­ge im Kopf vor­stel­len kann – nicht nur vor dem Com­pu­ter, son­dern auch im All­tag und auf der Büh­ne – fällt es mir leich­ter zu reden, und ich habe weni­ger Angst. Die Leu­te erken­nen das auch. Ich habe bei mir viel von die­sem Erfin­der­geist ent­deckt, wenn ich ver­schie­de­ne Rol­len aus­füh­re. Beson­ders die Steg­reif­re­den­mo­de­ra­ti­on mag ich sehr – dort habe ich bis­her nie künst­li­che Intel­li­genz benutzt, denn für mich ist es immer wich­tig, das zu zei­gen, was ich selbst kann. Bei den ver­schie­de­nen Rol­len kann ich mich wirk­lich aus­to­ben.

Was ist für Dich neben der Steg­reif­re­den­mo­de­ra­ti­on eine span­nen­de Rol­le?

Die nächs­te Rol­le, die ich sehr mag, ist der Tipp des Abends, weil ich von ande­ren Leu­ten viel mit­neh­men kann. Natür­lich sind die ande­ren Rol­len auch sehr span­nend, aber der Tipp des Abends ist für mich ein ech­tes High­light, das ich sehr genie­ße.

Deutsch ist nicht Dei­ne Mut­ter­spra­che, aber trotz­dem hast Du Dich ent­schie­den, bei Selbst­re­dend, einem Rhe­to­rik-Club auf Deutsch, mit­zu­ma­chen. Wie bist Du zu uns gekom­men?

Das ist eine sehr per­sön­li­che Geschich­te. Ich war damals in Frank­furt, und mei­ne Ehe ging aus­ein­an­der. Es wur­de mir vor­ge­wor­fen, dass ich nicht kom­mu­ni­zie­ren kann. Dann habe ich zufäl­lig André Höl­scher getrof­fen, der mir gesagt hat: „Wenn du das mit Kom­mu­ni­ka­ti­on ler­nen möch­test, dann komm nach Müns­ter.“ Ich bin gekom­men – und geblie­ben.

Wir sind Dir sehr dank­bar, dass Du noch immer bei uns bist! Wir haben alle zwei Mona­te einen eng­li­schen Abend. Du sag­test, dass Eng­lisch für Dich noch­mal eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung dar­stellt. Was über­zeugt Dich trotz­dem dar­an, an die­sen beson­de­ren Aben­den teil­zu­neh­men?

Die Wor­te: „Augen zu und durch“. Das ist für mich eine gro­ße Über­win­dung. Ich bin eher tech­nisch ver­an­lagt. Frü­her habe ich das The­ma Spra­chen mei­ner dama­li­gen Part­ne­rin über­las­sen. Sie konn­te sie­ben Spra­chen spre­chen. Egal, wo wir waren, sie war die Über­set­ze­rin, und ich war der­je­ni­ge, der wuss­te, wo wir hin müs­sen. Das war eine tol­le Ergän­zung. Jetzt, wo ich den Weg allein gehe, muss ich das selbst ler­nen und habe mir vor­ge­nom­men, mich zu über­win­den.

Das ist sehr schön. Du warst ja auch bei den letz­ten eng­li­schen Aben­den immer dabei, und ich fin­de, Du sprichst gut Eng­lisch! Wir ver­ste­hen Dich sehr gut – bit­te mach auf jeden Fall wei­ter.

Du bist die­ses Jahr Klub­prä­si­dent. Aus der Sicht eines krea­ti­ven Erfin­ders: Was planst Du mit uns für 2026? Wor­auf kön­nen wir uns freu­en?

Ich freue mich sehr, dass wir beschlos­sen haben, den Toast­mas­ters Area Con­test ein­mal aus­zu­rich­ten. Für mich wird das eine gro­ße Erfah­rung und eine Chan­ce, dass wir als Klub zusam­men­wach­sen. Ich weiß nicht, wie es frü­her war, aber das freut mich sehr.

Ein wei­te­res Ziel ist, dass wir gemein­sam mehr Mit­glie­der anzie­hen. Die Agen­da soll sich von selbst fül­len, und wir wol­len uns gegen­sei­tig ermu­ti­gen, die Rol­len zu über­neh­men, damit nicht immer die glei­chen Leu­te das machen müs­sen.

Ich freue mich auf jeden Fall dar­auf und dan­ke Dir sehr für das Gespräch!


Das war unser Inter­view mit Boy­ko – vie­len Dank für die offe­nen Ein­bli­cke und die inspi­rie­ren­den Gedan­ken! Die­ses Inter­view fand zwi­schen Robin und Boy­ko vor Live-Publi­kum auf der Büh­ne des Zim­mer­thea­ters statt. Anschlie­ßend wur­de es tran­skri­biert, über­ar­bei­tet und von Boy­ko für die exklu­si­ve Ver­öf­fent­li­chung auf der Web­site von Selbst­re­dend! Müns­ter Toast­mas­ters frei­ge­ge­ben.

Wir dan­ken Boy­ko herz­lich für die­sen span­nen­den Ein­blick in sei­ne Welt und sein Enga­ge­ment bei Selbst­re­dend Müns­ter Toast­mas­ters. Krea­ti­vi­tät kennt kei­ne Sprach­bar­rie­re – und bei uns gibt es vie­le Chan­cen, dar­an zu wach­sen.