Zie­le set­zen und errei­chen – Ein Inter­view mit Manu­el Kers­tin

30. November 2025

Manuel erzählt von seinem persönlichen Weg, wie er durch Toastmasters selbstbewusster wurde, welche Rolle das Pathways-Programm dabei spielt und welche Ziele er sich aktuell steckt – sowohl persönlich als auch für den Klub.

Geschrieben von Robin

am 30. November 2025

Lie­ber Manu­el, ich erin­ne­re mich, dass Du mal einen Work­shop zum The­ma Zie­le bei uns gehal­ten hast. Das The­ma Zie­le scheint Dir ins­ge­samt sehr wich­tig zu sein. Bist Du damals mit einem kon­kre­ten Ziel zu uns gekom­men?

Ein rich­tig fes­tes Ziel hat­te ich damals nicht. Ich wuss­te nur, dass ich selbst­be­wuss­ter wer­den und das Spre­chen vor Grup­pen trai­nie­ren woll­te. Das ist natür­lich auch ein Ziel, wenn man so will – irgend­wann am Gip­fel zu ste­hen und sagen zu kön­nen: „Jetzt habe ich genug Selbst­be­wusst­sein, jetzt kann ich vor Grup­pen spre­chen.“ Aber im Lau­fe der Zeit habe ich gemerkt, dass da viel mehr mög­lich ist und man auf dem Weg noch so viel ler­nen kann. So habe ich auf dem Weg zu mei­nem Ziel auch ande­re Zie­le ent­deckt und mit­ge­nom­men.

Bevor Du die­ses Ziel für Dich klar machen konn­test, muss­test Du ja erst­mal zu uns fin­den oder gene­rell zu Toast­mas­ters. Wie war Dein ers­ter Berüh­rungs­punkt?

Genau, als ich nach Müns­ter kam, war ich schon im Toast­mas­ters-Kon­text, weil ich in Dort­mund gestar­tet bin. Dort wuss­te ich auch schon, dass es einen Klub in Müns­ter gibt. Durch einen beruf­li­chen Umzug war die Ent­schei­dung dann klar, in Müns­ter wei­ter­zu­ma­chen. Mein Weg bei Toast­mas­ters war damals noch jung, etwa zwei Jah­re, bevor der Trans­fer hier­her erfolg­te.

Aber wie bist Du ursprüng­lich auf Toast­mas­ters in Dort­mund auf­merk­sam gewor­den? Wie hast Du da den ers­ten Schritt gemacht?

Das weiß ich genau – durch ein You­Tube-Video. Dort wur­de erwähnt, dass es in fast jeder grö­ße­ren Stadt auf der Welt einen Toast­mas­ters-Klub gibt. Ich habe dann geschaut, ob es in Dort­mund einen gibt, und bin ein­fach mal als Gast vor­bei­ge­gan­gen.

Das The­ma Zie­le taucht bei Toast­mas­ters ja über­all auf, zum Bei­spiel im Pathways-Pro­gramm. Wie hilft Toast­mas­ters kon­kret dabei, dass Neu­mit­glie­der für sich Zie­le fest­le­gen und einen Weg defi­nie­ren?

Ich mag es sehr, nach einer Struk­tur zu arbei­ten. Man kann das mit dem Ent­lang­han­geln an einem Gelän­der auf einer Trep­pe ver­glei­chen – wenn man das Gelän­der sanft ent­lang­geht, führt es nach oben. Die­se vor­ge­ge­be­ne Struk­tur trifft man bei Toast­mas­ters schon beim Ein­stieg mit der Ice­brea­k­er-Rede. Dort macht man die ers­ten Schrit­te und bekommt extra Mate­ri­al. Spä­ter kommt dann das Pathways-Sys­tem, das noch struk­tu­rier­ter ist, aber auch Wahl­mög­lich­kei­ten bie­tet, ähn­lich wie Schul­wahl­fä­cher. Man kann Schwer­punk­te set­zen, zum Bei­spiel eine Rede zu einem belie­bi­gen The­ma hal­ten und sie dann noch­mal mit Fokus auf Kör­per­spra­che prä­sen­tie­ren. Die Vor­ga­ben sind also nicht starr, son­dern geben Frei­raum für indi­vi­du­el­le Akzen­te.

Hast Du aktu­ell kurz­fris­ti­ge Zie­le hier bei Selbst­re­dend?

Ja, ich habe vie­le Neben­zie­le, wie ich sie nen­ne. Zum Bei­spiel habe ich gelernt, Pau­sen zu machen. Man spricht oft zu schnell, und Pau­sen hel­fen, Punk­te zu set­zen und die Wor­te wir­ken zu las­sen. Sol­che Neben­zie­le ent­deckt man durch Selbst­re­fle­xi­on immer wie­der. Die „Haupt­zie­le“ kom­men dann häu­fig aus dem Pathways-Lern­sys­tem vor­ge­ge­ben. Ich mag die­se Kom­bi­na­ti­on aus indi­vi­du­el­ler Ent­wick­lung und struk­tu­rier­ter Anlei­tung.

Und was sind Dei­ne Zie­le für Selbst­re­dend im Jahr 2026?

In mei­ner Rol­le als Vize­prä­si­dent für Öffent­lich­keits­ar­beit ist es mein Ziel, dass unser Klub mehr Sicht­bar­keit bekommt. Toast­mas­ters ist noch ein klei­nes, wohl­be­hü­te­tes Geheim­nis, und Müns­ter ganz beson­ders. Durch Inter­views, Vide­os, Fotos und ver­stärk­te Prä­senz in sozia­len Medi­en und auf der Web­sei­te wol­len wir das ändern und die Bekannt­heit stei­gern.

Was pas­siert, wenn alle Dei­ne Zie­le bei Selbst­re­dend erfüllt sind?

Dann kann ich das „Zep­ter“ an eine Nach­fol­ge­rin oder einen Nach­fol­ger über­ge­ben und mei­ne Erfah­run­gen wei­ter­ge­ben. Men­to­ring ist ein gro­ßer Teil von Toast­mas­ters, und die Staf­fel­über­ga­be ist wich­tig, um das Erreich­te lang­fris­tig zu sichern.

Vie­len Dank, Manu­el, für die span­nen­den Ein­bli­cke!

Sehr ger­ne, dan­ke euch!


Das war unser Inter­view mit Manu­el – vie­len Dank für die offe­nen Ein­bli­cke und die inspi­rie­ren­den Gedan­ken! Die­ses Inter­view fand zwi­schen Robin und Manu­el vor Live-Publi­kum auf der Büh­ne des Zim­mer­thea­ters statt. Anschlie­ßend wur­de es tran­skri­biert, über­ar­bei­tet und von Manu­el für die exklu­si­ve Ver­öf­fent­li­chung auf der Web­site von Selbst­re­dend! Müns­ter Toast­mas­ters frei­ge­ge­ben.

Wir hof­fen, ihr konn­tet aus die­sem Gespräch viel Inspi­ra­ti­on zum The­ma Zie­le mit­neh­men. Falls ihr selbst ein­mal tes­ten wollt, wie Toast­mas­ters euch dabei unter­stüt­zen kann, eure per­sön­li­chen und beruf­li­chen Zie­le zu errei­chen, schaut ger­ne bei uns vor­bei